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Geschenke verpacken

Ein einziger Blickfang auf ruhiger Fläche. Zwei konkurrierende Elemente heben sich gegenseitig auf – ein Wachssiegel neben einer Schleife neben einem gestempelten Muster ergibt keine dreifache Wirkung, sondern gar keine. Wer sich für eines entscheidet und den Rest weglässt, ist… Weiterlesen

Was macht eine Verpackung besonders?

Ein einziger Blickfang auf ruhiger Fläche. Zwei konkurrierende Elemente heben sich gegenseitig auf – ein Wachssiegel neben einer Schleife neben einem gestempelten Muster ergibt keine dreifache Wirkung, sondern gar keine. Wer sich für eines entscheidet und den Rest weglässt, ist fertig, bevor die anderen angefangen haben.

In dieser Rubrik geht es um genau diese Entscheidungen: welches Papier, wo der Verschluss sitzt, was auf den Anhänger gehört und womit man eine Schleife ersetzt. Die Technik dahinter – wie ein Siegel entsteht oder ein Stempel sauber abdruckt – steht in den Beiträgen zum Siegeln und beim Stempeln.

Welches Papier trägt eine Verpackung?

Kräftiges Papier hält Kanten, dünnes legt sich um Rundungen. Für eine Schachtel ist das erste die bessere Wahl, für alles Unregelmäßige das zweite. Gemustertes Papier verträgt weniger Zusatz als einfarbiges – ein Siegel auf einem ruhigen Bogen ist ein Blickfang, dasselbe Siegel auf einem Blumenmuster ist ein weiteres Element unter vielen.

Eine Zwischenlösung, die oft übersehen wird: einfarbiges Papier als Grundlage und ein schmaler Streifen gemustertes Papier als Manschette. Damit hat man beides – die ruhige Fläche und das Muster – ohne dass sie um dieselbe Stelle konkurrieren.

Wie faltet man Papier sauber?

Papier knapp bemessen, Kanten vor dem Kleben mit dem Fingernagel scharf ziehen, die Überlappung an die Unterseite legen. Der häufigste Fehler ist Großzügigkeit: Wer reichlich Papier nimmt, bekommt Falten an den Ecken, weil das Material irgendwohin muss. Knapp geschnitten liegt es an.

Das Wachssiegel sitzt auf der Überlappung, die es zusammenhält – nicht mittig auf der Fläche. Dann ist es Verschluss und Schmuck zugleich, und man muss nichts zusätzlich verkleben. Ein Siegel in der Mitte einer geschlossenen Fläche sieht aus wie ein Aufkleber, der zufällig dort gelandet ist.

Was ersetzt eine Schleife?

Drei Dinge, die alle mit Papeterie auskommen: ein schmaler Papierstreifen als Manschette rundum, ein Washi-Band an derselben Stelle, oder eine gestempelte Bordüre direkt auf dem Papier. Alle drei haben denselben Vorteil – sie tragen nicht auf, und die Verpackung bleibt flach genug für einen Umschlag oder eine Versandtasche.

Wer stempelt, prüft die Farbe vorher auf einem Reststück desselben Papiers. Auf beschichtetem Geschenkpapier trocknen manche Stempelfarben nicht durch und verwischen beim Einpacken – das merkt man auf Restpapier in zwei Minuten und am fertigen Paket zu spät.

Auf den Anhänger gehören der Name und ein kurzer Satz. Ein Datum macht daraus etwas, das aufgehoben wird, statt beim Auspacken im Papier zu verschwinden. Wer nichts zu schreiben weiß: Der Anlass genügt. „Zum Einzug, September" ist mehr als jede Floskel.

Weiter im Ratgeber

Der Beitrag mit dem ganzen Ablauf:

Verwandte Themen: Siegeln lernen, wenn das Siegel noch nicht sitzt. Stempeln für die Bordüre. Und Washi-Tape als Band, das sich später rückstandsfrei wieder lösen lässt.

Papier, Siegelwachs, Bänder und Anhänger findest du unter Sticker und Papeterie kaufen.