Einen Adventskalender selber machen, der bis Weihnachten hält
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Ein selbstgemachter Adventskalender braucht vier Dinge: 24 Hüllen, eine Nummerierung, einen Verschluss und eine Aufhängung. Mit Papiertüten, Ziffernstempeln, Washi-Tape und Mini-Holzklammern an einer Schnur ist er an einem Nachmittag fertig. Damit er am 1. Dezember hängt, sollte das Material Mitte November im Haus sein – gefüllt wird zuletzt.
Was brauchst du für einen selbstgemachten Adventskalender?
24 Hüllen, etwas zum Nummerieren, einen Verschluss und eine Aufhängung. Papiertüten sind die einfachste Hülle: Sie stehen, lassen sich bestempeln und mit einem Streifen Tape schließen.
Die Hülle entscheidet über alles Weitere. Papiertüten haben eine flache Vorderseite für die Zahl, öffnen sich oben und vertragen auch Füllungen, die nicht flach sind. Briefumschläge gehen nur für Flaches, kleine Schachteln brauchen zum Aufhängen ein Band.
Plane die Füllung vor dem Kauf: Was nicht in eine Tüte passt, bekommt eine eigene Schachtel unter dem Kalender und an seinem Tag eine Tüte mit einem Hinweis darauf. So bleibt die Reihe einheitlich, auch wenn ein Geschenk aus der Reihe fällt.
Bis wann muss der Adventskalender fertig sein?
Er beginnt immer am 1. Dezember. Wer ihn zum ersten Advent aufhängen will, muss früher fertig sein: Der erste Advent liegt jedes Jahr zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember.
Der Kalender zählt vom 1. bis zum 24. Dezember, unabhängig davon, wann der erste Advent ist. Der erste Advent ist der vierte Sonntag vor Weihnachten und fällt deshalb auf einen Tag zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. In den meisten Jahren liegt er vor dem 1. Dezember – wer zu diesem Sonntag aufhängen will, schaut im Kalender nach und plant mit dem Wochenende davor.
Rückwärts gerechnet: Gefüllt wird am Ende, weil Süßes und Kleinigkeiten dann frisch sind. Gestempelt und beklebt werden die leeren Tüten vorher – das geht flach auf dem Tisch deutlich besser als an gefüllten. Wer den Kalender verschickt, rechnet zwei bis drei Werktage für den Versand dazu.
Wie nummerierst du die 24 Türchen?
Mit Ziffernstempeln von 0 bis 9: Für 1 bis 24 sind das 39 Abdrücke, weil die Zahlen ab 10 aus zwei Ziffern bestehen. Die 1 brauchst du dabei 13-mal.
Ziffernstempel haben einen Vorteil, den Sticker nicht haben: Jede Ziffer ist beliebig oft verfügbar. Für die Zahlen 1 bis 24 kommen 9 einstellige und 15 zweistellige Zahlen zusammen – 39 Ziffern. Die 1 steckt darin 13-mal, die 2 achtmal.
Genau daran scheitern Zahlensticker oft: Ein Bogen enthält jede Ziffer nur ein paar Mal, und spätestens bei der 11 fehlt eine Eins. Wer Sticker nehmen will, zählt deshalb vor dem Bekleben ab, ob die Ziffern reichen.
Beim Stempeln die beiden Ziffern einer Zahl dicht nebeneinander setzen und mit der linken beginnen. Tüte flach auf eine feste Unterlage legen – eine gefüllte Tüte gibt nach, und der Abdruck wird fleckig.
Wie verschließt du die Tüten, damit sie bis zum Öffnen halten?
Oben zweimal umfalzen und mit einem Streifen Washi-Tape über die Falz schließen. Das Tape hält auf Papier und lässt sich mit der Hand abreißen, ohne Schere.
Einmal umgefalzt springt die Tüte wieder auf, zweimal gefalzt bleibt sie flach liegen. Der Streifen Washi-Tape kommt quer über die Falz und reicht auf beiden Seiten ein Stück über die Tüte – so hält er auch, wenn der Inhalt drückt.
Beim Öffnen reißt man den Streifen ab oder die Tüte oben auf. Wer die Tüten im nächsten Jahr wieder benutzen will, klebt jeden Streifen vorher einmal auf den Handrücken: Das nimmt Klebkraft heraus, und die oberste Papierschicht der Tüte geht beim Abziehen nicht mit.
Wie hängst du 24 Tüten auf?
An einer Schnur mit Mini-Holzklammern. Bei 10 cm breiten Tüten und 5 cm Abstand brauchst du rund 4 Meter Schnur – oder zwei Reihen mit je 2,20 Metern.
Rechne so: Tütenbreite plus Abstand, mal 24, dazu 40 cm zum Festknoten. Bei 10 cm breiten Tüten und 5 cm Abstand sind das 3,60 m plus 40 cm. Wo eine so lange Wand fehlt, hängen zwei Reihen mit je 12 Tüten übereinander, jede rund 2,20 m lang.
Ein Set Mini-Holzklammern enthält 12 Stück – für 24 Tüten sind es also zwei Packungen. Die Klammer sitzt oben mittig auf der Falz, dann hängt die Tüte gerade. Schweres wie Gläser oder Bücher gehört nicht an die Schnur, sondern in die Schachtel darunter.
Wie gestaltest du die Tüten, ohne dass es unruhig wird?
Ein Motiv pro Tüte, immer an derselben Stelle. Die Zahl ist der wichtigste Teil der Tüte, der Sticker begleitet sie.
24 Tüten mit je drei Stickern ergeben eine Wand, auf der die Zahlen untergehen – und um die geht es jeden Morgen. Ein Sticker pro Tüte, zum Beispiel immer rechts unter der Zahl, wirkt ruhig und ordentlich, auch wenn jedes Motiv ein anderes ist.
Wer mag, wählt eine Reihe aus und lässt sie durchlaufen: alle Tannen an die Sonntage, Tiere an die Werktage. Die 24 bekommt als einzige ein zweites Motiv – sie ist der Tag, auf den der ganze Kalender zuläuft.
Häufige Fragen
Was kann man statt Süßigkeiten in einen Adventskalender legen?
Kleine Dinge, die im Advent gebraucht werden: Sticker, ein Washi-Tape, ein Teebeutel, ein Zettel mit einer Verabredung oder einer Aufgabe für den Tag. Gutscheine für gemeinsame Zeit füllen eine Tüte, ohne Platz zu brauchen.
Darf der Adventskalender über der Heizung hängen?
Nicht mit Schokolade darin. Kakaobutter schmilzt ab etwa 34 °C, weich wird Schokolade schon darunter – über einem warmen Heizkörper ist das schnell erreicht. Ein Platz an einer Innenwand ist für die Füllung besser.
Sind Mini-Holzklammern für kleine Kinder geeignet?
Nicht in Reichweite von Kindern unter drei Jahren: Die Klammern sind Kleinteile, die verschluckt werden können. Den Kalender dann so hoch hängen, dass nur Erwachsene die Klammern lösen.
Lässt sich ein selbstgemachter Adventskalender wiederverwenden?
Ja, wenn die Tüten heil bleiben. Mit vorher entschärftem Washi-Tape verschlossen, lassen sie sich ohne Risse öffnen, und Stempelzahlen halten mehrere Jahre. Schnur und Klammern sind ohnehin wiederverwendbar.
Wie verschickt man einen selbstgemachten Adventskalender?
Nicht aufgehängt, sondern die gefüllten Tüten nummeriert in einen Karton legen, Schnur und Klammern dazu. Aufgehängt wird beim Empfänger. Eine Liste der Reihenfolge obenauf erspart die Suche nach Tag 1.